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PePe & Milli

Hör mal, PePe & Milli machen Musik

von Yayo Kawamura
Rezension von Janett Cernohuby | 05. Februar 2014

Hör mal, PePe & Milli machen Musik

Singen und Musizieren begeistert Kinder schon sehr früh. Als Säuglinge lassen sie sich durch den Gesang ihrer Eltern beruhigen und in den Schlaf singen. Später trällern sie zu unterschiedlichen Situationen ein Lied. Haben die Eltern ein Instrument im Haus, so dauert es nicht lange, bis die Kleinen dieses neugierig umringen und mitunter selbst erste Versuche damit starten. Es ist also kein Wunder, dass auch im Bereich Kinderbücher dieses Thema gerne aufgegriffen wird. So geschehen in der Reihe "PePe & Milli", deren neues Buch den Titel "Hör mal, PePe & Milli machen Musik" trägt.

Es ist Sonntagnachmittag als der kleine Hund Pepe neugierig die Tür zu Katze Millis Zimmer öffnet. Diese sitzt am Klavier und macht Musik. Pepe ist so begeistert davon, dass er sofort mitmachen möchte. Auch Milli findet diese Idee toll, schließlich macht es viel mehr Spaß, gemeinsam zu musizieren. Und so beginnt Pepe auf seiner Trommel zu schlagen. Vom Klang angelockt, kommen immer mehr Freunde der beiden herbei und wollen ebenfalls mitspielen. Hase Hans auf seiner Gitarre und die Maus Körnchen auf ihrer Flöte. Als letztes stößt Schweinemädchen Bea zu den Freunden. Beherzt greift sie zum Taktstock und dirigiert die kleine Band. Wie schön das klingt, wenn alle zusammenspielen!

Die Welt der Instrumente und Töne ist spannend und dieses Buch nimmt Kinder mit auf diese erste Entdeckungsreise. Denn neben der Geschichte kann man sich das jeweils vorgestellte Instrument auch anhören. Am Rand des Buches ist dafür eine Leiste mit fünf Knöpfen angebracht. Auf Druck spielt jeder das darauf abgebildete Instrument. Beim letzten Knopf kann man dann alle Instrumente im gemeinsamen Spiel anhören - na, kann das Kind den Klang der Trommel oder der Flöte heraushören?
Liederbücher mit Klangmodul sind keine Neuheit. Es gibt sie schon länger, in unterschiedlichster Ausführung und zu fast jeder Reihe. Warum also ausgerechnet dieses kaufen?
Weil es in erster Linie einmal nicht fünf klassische Kinderlieder in polyphonen Tönen dudelt, die wir Eltern irgendwann nicht mehr hören können. Stattdessen gibt es eine Melodie, die mit vier verschiedenen Instrumenten, Klavier, Trommel, Gitarre und Flöte gespielt wird. Als letzte, fünfte Variante spielen diese Instrumente dann das Lied zusammen.
Den Melodien voran geht natürlich eine Geschichte. Diese ist kurz und bündig erzählt und lässt Kindern viel Raum. Raum um die Melodie anzuhören, Raum um der eigenen Fantasie freien Lauf zu lassen und zu erzählen, was auf den Seiten zu sehen ist. Da sich das Buch zudem an Kinder ab achtzehn Monaten richtet, wäre ein längerer Text, der die Konzentration und Geduld der jungen Zuhörer zu sehr fordert, ohnehin nicht empfehlenswert.
Dennoch gibt es einen sehr großen Nachteil, den man fast schon als K.O.-Kriterium für den Kauf ansehen muss. Wie leider viele Spielzeuge mit Melodien und Tönen ist auch das vorliegende Bilderbuch viel zu laut! Immer wieder wird kritisiert, dass die noch empfindlichen Kinderohren durch solche Spielsachen zu sehr belastet werden. Nicht zuletzt, da Kinder sich diese gerne einmal ans Ohr halten, um den Klang "noch besser" zu hören. Daher ist wieder einmal das Abkleben des Lautsprechers angesagt.

Wäre dieser Kritikpunkt nicht, man könnte dem Buch "Hör mal, PePe und Milli machen Musik" eine Kaufempfehlung aussprechen. Kindgerechte Illustrationen, eine liebe, kurze Geschichte ergänzt mit einem Klangmodul, welches vier verschiedene Instrumente zu einer Melodie vorstellt. Letztendlich müssen also die Eltern entscheiden, ob sie das Buch trotzdem kaufen und den Lautsprecher abkleben - oder es nicht tun.

Details

  • Autor*in:
  • Serie:
  • Verlag:
  • Sprache:
    Deutsch
  • Erschienen:
    01/2014
  • Umfang:
    10 Seiten
  • Typ:
    Hardcover
  • Altersempfehlung:
    2 Jahre
  • ISBN 13:
    9783649615293
  • Preis (D):
    12,95 €

Bewertung

  • Gesamt:
  • Spannung:
  • Anspruch:
  • Humor:
    Keine Bewertung
  • Gefühl:
    Keine Bewertung

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