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Der kleine Weihnachtsteufel und der verflixte Wunschzettel

Antolin Quiz
von Anna Lott, Nikolai Renger (Illustrator*in)
Rezension von Janett Cernohuby | 13. November 2018

Der kleine Weihnachtsteufel und der verflixte Wunschzettel

Immer wieder einmal gerät Weihnachten in Gefahr. Manchmal, weil eines der Zugtiere krank wird oder verschwindet, manchmal weil der Weihnachtsmann in Not gerät. Dann sind es oft die fleißigen Weihnachtshelfer oder auch schon mal ganz normale Kinder, die das Fest retten. Bei Anna Lott betritt ein ungewöhnlicher Held die Bildfläche und verzaubert sofort alle Leser: „Der kleine Weihnachtsteufel und der verflixte Wunschzettel“.

Teuflisch himmlische Weihnachten

Otibuk ist ein kleiner Teufel. Nicht nur im übertragenen Sinne, sondern wirklich. Er ist ein Halloweenteufel, der zusammen mit anderen Teufeln in dieser einen Nacht auf die Erde kommt und sein Unwesen treibt. Dabei ist Otibuk eigentlich gar nicht böse, sondern ein ziemlich netter Kerl. Darum ist er auch begeistert von den seltsam geflügelten, blondgelockten Wesen, die eines Nachts gegen die Fensterschiebe des Turms der Halloweenteufel krachen. Heimlich folgt er ihnen und findet es großartig, den Kindern Wünsche zu erfüllen. Wie gerne würde er da mitmachen. Doch der Weihnachtsmann ist streng und schickt ihn zurück nach Hause. Unterwegs nimmt Otibuk allerdings einen kleinen Umweg - nämlich über die Erde, wo ihm ganz zufällig ein Wunschzettel in die Hände flattert. Sofort macht er sich dran, diesen Wunsch zu erfüllen und sorgt damit für ziemlich viel Chaos…

Der kleine Weihnachtsteufel und der verflixte Wunschzettel

Witzig-coole Weihnachtsgeschichte

Anna Lott erzählt in „Der kleine Weihnachtsteufel und der verflixte Wunschzettel“ eine herrlich witzige und total coole Weihnachtsgeschichte für alle Leser ab sechs Jahren. Unterteilt in 24 Kapitel, geleitet das Buch durch die Adventszeit und sorgt für herrlich komische Lesestunden. Eines ist gewiss, langweilig wird es mit diesem Buch auf keinen Fall. Denn mit dem Teufel Otibuk betritt nicht nur ein liebeswerter sondern auch leicht chaotischer Charakter die Bildfläche. Freilich kann man ihm das nicht vorwerfen, wenn er nicht weiß, wer der Weihnachtsmann ist, dass er durchaus zu den Unbefugten gehört, denen der Zutritt zum Weihnachtsturm eigentlich verboten ist und, dass nicht jeder Kinderwunsch erfüllt werden kann. Doch genau diese Unwissenheit ist es erst, die das Abenteuer ins Rollen bringt.
Otibuk hat ein gutes Herz, das obendrein am rechten Fleck sitzt. Das wird dem Leser schnell klar. Obwohl es sein Zuhause ist, obwohl er sich hier auskennt und wohl fühlt, hat er trotzdem den Wunsch, den Teufelsturm zu verlassen. Ihm macht das Böse sein keinen Spaß. Viel lieber würde er anderen helfen und ihnen eine Freude bereiten. Aus diesem Grund gibt er sich mit der Zurückweisung des Weihnachtsmanns auch nicht ab, sondern folgt heimlich den Engeln auf die Erde. Er will ihnen beim Einsammeln der Wunschzettel helfen, doch verschreckt er die Engel eher. Auch dem Mädchen, das so wütend ihren Wunschzettel zum Fenster hinaus wirft, möchte er eigentlich nur helfen. Ihr einen Weihnachtswunsch erfüllen. Doch seine gut gemeinten Taten ziehen auch ein paar unschöne Konsequenzen nach sich. Um genau zu sein, ziehen sie sogar ein heilloses Chaos und Durcheinander nach sich, bei denen die Halloweenteufel während der Adventszeit ganz schön wüten, ein kleiner Junge im Teufelsturm landet, der Engelstransporter auf der Erde zu Bruch geht und aus allem nur noch der Osterhase heraushelfen kann. Neugierig geworden? Dann am besten ganz schnell zum Buch gegriffen und selbst nachgelesen.

Der kleine Weihnachtsteufel und der verflixte Wunschzettel

„Der kleine Weihnachtsteufel und der verflixte Wunschzettel“ ist eine herrlich unterhaltsame Weihnachtsgeschichte von Anna Lott, mit ebenso tollen Illustrationen von Nikolai Renger. In 24 Kapiteln führt sie turbulent, komisch und unterhaltsam durch die Adventszeit, bringt ihre Leser zum Lachen und zeigt, dass man nicht immer für das geeignet ist, für das man zunächst bestimmt wurde. Manchmal ist umsatteln und etwas Neues ausprobieren gar nicht so verkehrt. Auch, wenn es zunächst kleine Rückschläge gibt.

Details

Bewertung

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