Ein Myrtle-Hardcastle-Krimi

Mord im Handgepäck

Antolin Quiz
von Elizabeth C. Bunce
Rezension von Emilia Engel | 25. Juli 2022

Mord im Handgepäck

Myrtle Hardcastle hat es sich verdient Urlaub zu machen. Immerhin hat sie einen Mordfall gelöst, den die Polizei zuerst nicht einmal als Mord eingestuft hat. Doch nein, Myrtle freut sich gar nicht auf diesen Urlaub. Ihr Vater schickt sie mit ihrer Tante Helena in die Ferien, damit sie eben nicht an Vebrechen und Mordfälle denkt. Das verspricht ein äußerst langweiliger Urlaub zu werden. Bis das erste Verbrechen geschieht….

Dass Myrtle mit ihrer Tante wegfahren soll, gefällt ihr ganz und gar nicht. Nicht nur weil Tante Helena eine nervige Person ist, sondern auch weil ihr Vater absolut verboten hat, in dieser Zeit auch nur irgendetwas über Verbrechen oder Kriminalistik zu lesen, geschweige denn selbst irgendwelche Ermittlungen zu führen. Leider scheint ihre liebevolle, aber auch strikte Gouvernante sich sehr an diese Anordnung zu halten zu wollen. Gemeinsam mit Tante Helenas Reisegruppe unter der Leitung von Sir Quentin beginnen sie die Reise mit einer äußerst luxuriösen Zugfahrt. Sir Quentin, dem der Zug ebenso wie das Hotel, in dem sie nächtigen wollen, gehört, und seine Tochter haben ihren Gästen einiges zu bieten. Gleich zu Beginn der Reise macht Myrtle eine äußerst angenehme Bekanntschaft. Mrs Bloom ist Versicherungsdetektivin und beeindruckt das zwölfjährige Mädchen sehr.
Ein Diebstahl bringt Mrs Bloom dazu, während der Zugfahrt zu ermitteln und Myrtle darf hautnah an den Ermittlungen teilhaben und lernen. Als der Zug in Fairhaven eintrifft, beginnt damit nicht der eigentliche Urlaub, sondern eine neue Ermittlung. Die örtliche Polizei erweist sich nicht als besonders fähig, in einem Mordfall zu ermitteln. Bei ihren Nachforschungen deckt Myrtle auf, dass weit mehr hinter diesem Mord steckt als zu erahnen war. Zu Myrtles großem Schreck wird Tante Helena von der Polizei festgenommen und des Mordes beschuldigt. Kann das denn wirklich wahr sein?
Eine neue Bekanntschaft - ein junger Fotograf, nicht viel älter als Myrtle - aber auch ein alter Freund sind ihr eine große Hilfe bei diesem Fall. 

War der erste Teil dieser Krimi-Reihe für junge Leser und Leserinnen schon ein spannender Roman, so haben wir mit "Mord im Handgepäck" noch eine fesselndere Geschichte. Schon im ersten Teil dieser Reihe hat man einige Charaktere lieb gewonnen. Die außergewöhnlichen, teils etwas schrägen und eigenwilligen Charaktere machen den besonderen Charme dieser Krimis aus. Nun geht die Protagonistin wider Willen zusammen mit Ihrer Gouvernante, ihrer Tante und ihrer Katze hinaus in die Welt. Sie sind eine amüsante Reisegesellschaft. Schon bald nach Beginn ihrer Reise passiert ein Diebstahl und ein Mord. Natürlich kann sich Myrtle nicht zurückhalten und muss der Sache auf den Grund gehen. Immerhin war die Ermordete eine Frau, die sie wegen ihrer Arbeit und ihrer Freiheit bewunderte. Die Reisegesellschaft, allen voran Sir Quentin, scheinen nicht sehr mitgenommen von dem Mord und machen weiter mit ihrem Urlaubsprogramm.
Elizabeth Bunce versteht sich darauf, spannende Krimis zu schreiben. Es gibt Verdächtige, falsche Fährten, brenzlige Situationen und natürlich auch Lebensgefahr. Es ist alles dabei, was man sich wünschen kann. Und wenn die Autorin es schafft, dass man sich schon im zweiten Band sehr darauf freut manche Person wiederzusehen - in unserem Fall waren wir begeistert darüber Mr. Bekenly wieder dabeizuhaben -, dann hat sie schon sehr viel richtig gemacht mit ihrer Krimi-Reihe!

Wer sich einen klugen und amüsant zu lesenden Krimi für seine Kinder wünscht, ist mit Myrtle Hardcastle richtig beraten. "Mord im Handgepäck" ist sogar noch eine Spur fesselnder als der vorherige Band. Und eine Ermittlung während eines Urlaubs bietet sich doch ausgezeichnet an, um es in den Ferien oder im Urlaub zu lesen. Wir wünschen unseren Lesern dabei eine gute Unterhaltung!

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