NetzKrimi

Cybermobbing


Hilda und Hulda lösen jeden Fall!
von Thomas Feibel, Julia Dudenko (Illustration)
Rezension von Janett Cernohuby | 09. Dezember 2021

Cybermobbing

Immer häufiger kommen Kinder und Jugendliche mit Cybermobbing in Kontakt. Dabei wird das Problem oft erst dann aufgegriffen, wenn es bereits zu spät ist. Wenn Beleidigungen, Beschimpfungen und andere unschöne Vorfälle zur traurigen Tagesordnung geworden sind. Es ist also umso wichtiger, Kinder und Jugendlich für Cybermobbing zu sensibilisieren. Thomas Feibel ist Spezialist auf diesem Gebiet und hat bereits zahlreiche Kinder- und Jugendbücher zu diesem Thema geschrieben.

Die Netz-Detektivinnen ermitteln

Den Zwillingen Hilda und Hulda wurde der Umgang mit Sozialen Netzwerken förmlich in die Wiege gelegt. Schon ihre Eltern sind YouTube-Stars und so kennen sich die Mädchen auf diesem Gebiet bestens aus. Leider haben sie auch schon die Schattenseiten des Netzes kennengelernt und waren selbst bereits Opfer von Cybermobbingattacken. Seither helfen die beiden als Netz-Detektivinnen anderen bei der Überführung von Tätern und dem lösen von kniffeligen Fällen. Dabei sind sie nicht allein, sondern bekommen Hilfe von Friedo Grünfeld. Dieser träumt davon, ein berühmter Let’s Player zu werden. Mit seiner Handykamera ist er immer zur Stelle, wenn die Zwillinge ermitteln. Er filmt, als Hilda und Hulda herausfinden, warum ihr Klassenkamerad Flocki im Klassenchat schlecht über sie hergezogen ist. Er zeichnet ein Interview mit Berlins angesagtestem Rapper auf, der gerade einen Cyberkrieg mit einer anderen Rapperin führt. Auch bei den anderen Fällen, in denen ein geheimnisvoller „Pränkmän“ miese Schulstreiche spielt und der Vater einer Klassenkameradin aus der Firma geekelt wurde, ist Friedo immer mit von der Partie.

NetzKrimi: Cybermobbing. Hilda und Hulda lösen jeden Fall!

Mischung aus aktuellen Themen, Unterhaltung und Ratekrimi

Mit dem Band „Cybermobbing“ startet Thomas Feibel in eine neue Reihe mit topaktuellem Thema. Cybermobbing ist etwas, mit dem immer mehr Kinder und Jugendliche konfrontiert werden. Dabei ist das eine ernste Angelegenheit, die für die Opfer zu einer kaum bewältigbaren Belastung wird. Nicht selten beginnt Cybermobbing mit einem gar nicht so böse gemeinten Scherz. Doch gerade weil sich alles im Netz viel rasanter verbreitet, nicht zu stoppen ist und obendrein mehr Zuschauer hat, gerät es schnell aus dem Ruder. Hierfür müssen Kinder sensibilisiert werden. Thomas Feibel findet den richtigen Weg und vor allem Ton. Mit ermahnenden, belehrenden Worten erreicht man selten viel bei Kindern. Der Autor erzählt stattdessen Geschichten, die aus dem Leben gegriffen sind. Sie bewegen sich in einem Rahmen, den jedes Kind ähnlich kennen könnte. Damit lässt sich die Leserschaft viele eher auf die unterschwellig eingebaute Botschaft ein, hört zu und nimmt auch an, was der Autor vermittelt. Gleichzeitig erzählt er nicht nur vier Kurzkrimis, er baut sie als witzige Mitratekrimis auf, die die Kinder selbst lösen sollen. Doch dafür ist Aufmerksamkeit gefragt. Denn die Fälle haben es in sich und oftmals ist es nur ein kleiner Hinweis, der den Täter überführt. Zudem hat der Autor Fehler und Hinweise im Text eingebaut, die es zu finden gilt. Man muss also sehr aufmerksam lesen, wenn man die Aufgaben erfolgreich lösen möchte.
Das Buch endet mit einem ausführlichen Wisssensteil zum Thema Cybermobbing. Hier Informiert der Autor noch einmal, was Cybermobbing und andere, damit im Zusammenhang stehende Begriffe bedeuten. Er beschreibt, wie eine solche Mobbing-Attacke ihren Anfang nehmen könnte, warum und wohin sie sich entwickeln könnte und wie man am besten dagegen vorgeht. Alles das macht das Buch zu einem interessanten Werk für junge Leser*innen zwischen acht und dreizehn Jahren.

NetzKrimi: Cybermobbing. Hilda und Hulda lösen jeden Fall!

Mit dem Band „Cybermobbing“ startet Thomas Feibel in eine neue Kinderbuchreihe, die neben Unterhaltung auch wichtige und topaktuelle Themen aus dem digitalen Raum vermittelt. In vier spannenden Mitratekrimis zeigt der Autor, was Cybermobbing ist und wie es sich auf die Opfer auswirkt. Der abschließende Sachbuchteil fasst das Thema noch einmal kompakt zusammen. Damit ist das Buch eine ideale Lektüre für Schüler*innen - nicht nur in ihrer Freizeit, sondern auch im Schulunterricht.

Details

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